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Im Jahre 1938 übernahm dann Rosa Pölzl die Gemischtwarenhandlung und Leopoldine Pölzl betreute den Haushalt und die kleine Landwirtschaft.
Dann kam der 2. Weltkrieg und die beiden Schwestern mussten die schwierige Zeit mit Hilfe der kleinen Landwirtschaft überbrücken. Das Geschäft war gegen Kriegsende von den Russen komplett geplündert worden.
Langsam ging es danach wieder aufwärts und zwischen 1950 und 1970 gingen die Geschäfte zufriedenstellend.
 Beide
Schwestern lebten sehr einfach. Die Milch bekamen sie
als Pacht für eine Wiese und Eier lieferten die eigenen
5 Hühner.Der grösste Luxus war ein Rad! Alle
Behörden- oder Arztwege wurden mit dem Postautobus
bewältigt. Das waren dann schon große Reisen.
Apropos Reisen: Ins Ausland fuhren die beiden Schwestern
ihr ganzes Leben nicht, denn keine von beiden besaß
je einen Reisepaß.
Die rasche Entwicklung im Bereich des Handels nach 1975 brachten den kleinen Laden in eine immer schwierigere Situation. Die meisten Kunden kauften nur noch ein, was sie im Supermarkt vergessen hatten.
Trotzdem führte nach dem Tod von Leopoldine Pölzl im Jahre 1976, die damals bereits 70-jährige Rosa das Geschäft weiter. Getreu ihrem oftmaligen Ausspruch: „Wo kommen wir den hin, wenn jeder in Pension geht; man muß doch froh sein, wenn man arbeiten kann „, lehnte sie ein Pensionistendasein ab.
Sie starb im Jahre 1984 als Geschäftsfrau.
-> 1948: Herbert Neuwirth
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