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Franz Pölzl -> Rosa Pölzl -> Herbert Neuwirth -> Claudia Neuwirth-Fassold
1984: Herbert Neuwirth

Ich habe nach dem Tod meiner Großtante Rosa die Gemischtwarenhandlung übernommen. Viele Dorfbewohner befürchteten schon, daß das einzige Geschäft in der Gemeinde Merkendorf zusperren würde. Als ich im November 1984 das Geschäft wieder eröffnete, war daher die Freude groß. Die Umwandlung in ein modernes Kaufhaus mit einen kleinen Getränkemarkt, steigerte den Umsatz deutlich.

Bauernmarkt Durch verschiedene Veranstaltungen konnte ich mein Kaufhaus noch besser in die Dorfgemeinschaft einbinden. Dazu gehörten Grillhendlfeste und Bauernmärkte. Unser Bauernmarkt im Herbst ist immer noch eine feste Einrichtung, bei dem alle verkauften Produkte von heimischen Bauern stammen.

Am Anfang arbeitete ich mit nur einem Lehrling. Deshalb mussten die übrigen Familienmitglieder fleißig mitarbeiten. Besonders meine Tochter Claudia, die im Sommer 1986 als 2. Lehrling begann, war mir dabei eine große Hilfe.

Beim Umbau zu einem Selbstbedienungsladen sind viele alte Stücke aus der bereits damals 85-jährigen Geschichte dieses Kaufhauses aufgetaucht, sodaß meine Frau und mein Sohn beschlossen, sie in Form eines Ladenmuseums der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Sie wollten verhindern, daß der Typus des kleinen Greißlerladens in Vergessenheit gerät und gleichzeitig auch auf die Bedeutung kleiner Geschäfte für die Nahversorgung hinweisen.

Kaufhaus im Jahr 1984In den folgenden Jahren wurden in der Nähe zwei neue Lebensmittelmärkte eröffnet. Zusätzlich stand bereits fest, dass noch ein 400 m2 großer Supermarkt errichtet werden würde.
Also mußte rasch gehandelt werden! „Angriff ist die beste Verteidigung!“ dachten wir und brachten unser kleines Geschäft auf Hochglanz. Fast 2 Monate (April,Mai 1993) verkauften wir im Magazin im Hof.
Die wichtigsten Verbesserungen waren: ein neues Obst- u. Gemüseregal, eine neue Elektronikkasse, eine neue Wandkühlung, diverse Umbauarbeiten und Abbrüche, die Verlegung eines kundenfreundlichen Bodenbelages und die komplette Neuausmalung.
Die Investition war sehr hoch, doch der Erfolg nach der Wiedereröffnung zeigte, dass es richtig gewesen ist, rechtzeitig die Initiative zu ergreifen. Natürlich spürt man jede Konkurrenz, aber damit muß man leben lernen. Ich denke heute noch oft an einen Ausspruch meiner Großtante:“Herbert“, hat sie gesagt: „Wenn Du einmal das Geschäft führst, wirst sehen, reich kannst´ dabei nicht werden, aber es tröpfelt!";

Mit Ende des Jahres 1995 ging ich aus gesundheitlichen Gründen in Pension. Das Geschäft übergab ich meiner Tochter Claudia.

-> 1996: Claudia Neuwirth-Fassold

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